Die Entwicklung zur geriatrischen Fachklinik

Das St.-Elisabeth-Krankenhaus im Jahre 2002Um die Umnutzung und den Ausbau des bisherigen Krankenhauses zu einer geriatrischen Fachklinik weiter voranzutreiben, wurde am 26. April 1993 der Bauantrag bei der Kreisverwaltung und am 23. August der Fördermittelantrag beim Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit gestellt.

Die Genehmigung des Versorgungsauftrages für die Geriatrie, um die sich seit 1991 bemüht wurde, erfolgte mit dem Planbettenbescheid zum 2. Thüringer Krankenhausplan vom 25. April 1994 rückwirkend zum 1. Januar. Damit wurde das St.-Elisabeth-Krankenhaus als erste Fachklinik für Geriatrie in Thüringen bestätigt.

Das Strukturgespräch mit den Vertretern der Krankenkassen fand am 22. März statt. Die diesjährige Pflegesatzverhandlung erfolgte daraufhin am 16. Mai. Sie bildete die Grundlage, um den Versorgungsauftrag als geriatrische Fachklinik zukünftig zu erfüllen. In allen Abteilungen wurde mit viel Mühe und Engagement an der Weiterentwicklung der Geriatrie gearbeitet.

Am 06. Juni ernannte das Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit in Erfurt Herrn Chefarzt Dr. med. Ulrich Franke zum Landesarzt für Geriatrie in Thüringen. Die offizielle Amtseinführung erfolgte am 31. August.

Um die notwendigen räumlichen Möglichkeiten zu schaffen, begann am 07. November 1994 der Umbau der Scheune zu Wohn- und Büroräumen.

Am 21. September erfolgte ein Treffen der Vertreter des Bistums und des Krankenhauses. Hierbei dachte man über einen Trägerwechsel nach, damit man auch als kleines Haus im zunehmenden Wettbewerb bestehen konnte. Unter anderem wurden Möglichkeiten der Fusion wie z. B. Stiftung oder GmbH erwogen.

Nachdem das St.-Elisabeth-Krankenhaus seit dem 01. Januar 1994 eine anerkannte Fachklinik für Geriatrie geworden war, wurden alle Anstrengungen getroffen, die Pflege und Behandlung der Patienten zu verbessern.

Das Das St.-Elisabeth-Krankenhaus 2002 Durch Um- und Ausbau der Scheune und Stallungen im Nebengebäude in den Jahren 1994/95 entstanden Verwaltungsräume, Räume für das Arztsekretariat sowie Wohn- und Schlafräume für die Ordensschwestern. Ende 1995 zogen diese Bereiche aus dem Krankenhausgebäude aus. Die freiwerdenden Zimmer im Krankenhaus wurden in Patientenzimmer und Funktionsräume umgewandelt. Das brachte eine erste Auflockerung der bis dahin eingeschränkten Räumlichkeiten.

Am 16. Januar 1997 besuchten Herr Staatsekretär Schröder aus dem Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit, Herr Landrat Zanker und Landtagsabgeordneter Herr Borck das Krankenhaus. Im gemeinsamen Gespräch mit dem Architekten wurden die Förderungen für das Krankenhaus besprochen und der Bauverlauf dargelegt. Am 20. März entschied der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Thüringen, dass das Krankenhaus weiter gefördert werden soll. Am 23. Juli wurde der Bewilligungsbecheid für den l. Bauabschnitt erteilt.

In der Angelegenheit des Trägerwechsels erfolgte am 07. April ein erneutes Treffen beim Caritasverband in Erfurt, da bereits seit 1990 die Fusion mit einem größeren Krankenhaus ein Anliegen der Leitung war. Die Entscheidung fiel auf das Katholische Krankenhaus „St. Johann Nepomuk" in Erfurt. Am 25. August trafen sich erneut die beteiligten Personen, die den Trägerwechsel für das St.-Elisabeth-Krankenhaus vorzubereiten hatten.

Am 07. Oktober 1997 traf sich Herr Bischof Wanke mit dem Kirchenvorstand, um die Gründe und die Bedeutung des Trägerwechsels zu erörtern. Der Kirchenvorstand stimmte dem Trägerwechsel einstimmig zu. Am 19. Dezember 1997 übertrug die Katholische Kirchengemeinde mit Wirkung zum 1. Januar 1998 die Rechtsträgerschaft des Krankenhauses auf die Stiftung „St. Johann Nepomuk” in Erfurt.

Am 19. Mai 1998 erfolgte die Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt des Krankenhausneubaues. Dafür wurden vom Land 28 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Um die Bedingungen für die Patienten und Mitarbeiter zu verbessern, erfolgte die Inbetriebnahme des Bettenhauses am 1. September. Sowohl die Patienten und Mitarbeiter waren begeistert von den neuen Räumen.

Um den wachsenden Anforderungen in der Krankenhausbetriebsführung gerecht zu werden, entschloss sich die Stiftung „St. Johann Nepomuk”, die Trägerschaft für die Krankenhäuser St. Johann Nepomuk und das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Lengenfeld unterm Stein der Katholischen Hospitalvereinigung Thüringen gGmbH zum 1. Januar 2002 zu übertragen. Geschäftsführer dieser gGmbH wurde Herr Dipl. Ing. Jürgen Wehlisch.

Der Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit, Herr Dr. med. Pietsch, übergab am 12. Juni 2002 den Fördermittelbescheid für den Ersatzneubau des alten Krankenhauses an den Geschäftsführer Herrn Wehlisch. Dies war der Startschuss für den Beginn des 2. Bauabschnittes. Am 8. September 2003 wurde das Richtfest des 2. Bauabschnittes gefeiert.

Pfarrkirche und Krankenhaus vom Schafhof aus gesehenMit einem Festakt am 18. November 2004 wurde der 2. Bauabschnitt eingeweiht. So fanden die Gesamtbaumaßnahmen ihren Abschluss. Insgesamt wurden seit 1991 in fünf Bauabschnitten ca. 23,5 Millionen Euro an Förder- und Eigenmitteln investiert. Gleichzeitig wurde an diesem Tag die neue Krankenhauskapelle eingeweiht und das Zertifikat nach proCum Gert und KTQ überreicht.

Heute blicken wir stolz auf die Geschichte unseres Krankenhauses zurück. In Thüringen sind wir eine von sechs Fachkliniken für Geriatrie. Behandlungsschwerpunkte sind neben dem Schlaganfall auch Patienten mit Zustand nach Gelenkersatzoperationen, Frakturen und allgemein erkrankte Patienten, die einer intensiven Mobilisation bedürfen.

Zum Wohl der Patienten arbeiten Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, ein Psychologe, Sozialarbeiter, und Diätassistenten eng zusammen.

Aus der „Kleinen Chronik des St.-Elisabeth-Krankenhauses”